In dieser Folge widme ich mich der neuen ARD-Serie „Die Hexe von Pendach“ (2026) von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher. Die Handlung spielt im Jahr 1700 und folgt der Nonne Agathe auf der Suche nach einem verschwundenen Findelkind in einem Dorf, das von Hexenprozessen und einem plötzlichen Schneesturm geprägt ist.
Besonders lobenswert ist die historische Fundierung der Serie: Die Autorinnen beleuchten faktenbasiert, dass Hexenverfolgung kein Mittelalter-Phänomen war, sondern in der frühen Neuzeit durch staatliche Beamte vorangetrieben wurde. Auch Themen wie Wetterzauber und Kinderhexenprozesse werden realistisch eingebunden.
Technisch ist die Produktion mit ihrem hervorragenden 3D-Sounddesign und der Musik absolut beeindruckend. Inhaltlich muss ich jedoch Abstriche machen: Die acht Folgen wirken stellenweise langatmig und das „Mystery“ finde ich nicht. Für mich ist es eine technisch brillante, aber inhaltlich nicht ganz fesselnde Serie, die eher als historisches Lehrstück denn als spannender Thriller funktioniert.
Die Hexe von Pendach
- Von Julien Hebenstreit und Katharina Irmscher
- Mit Henriette Nagel, Christiane Roßbach, Jeremias Meyer, Johannes Nussbaum, Christoph Franken, Adnan Maral, Ulrike Willenbacher, Sina Reiß, Vassilissa Reznikoff, Max Poerting u.v.a.
- Komposition: Ulrike Haage
- Regie: Pauline Seiberlich
- ARD 2026
